Studie: Der "innere Schweinehund" kann gesund sein

2026-05-29
Studie: Der "innere Schweinehund" kann gesund sein

Eine aktuelle Studie zeigt überraschende Ergebnisse: Der sogenannte "innere Schweinehund", also die Abneigung gegen Anstrengung und die Neigung zur Bequemlichkeit, könnte uns tatsächlich schützen. Bisher galt er primär als Hindernis für einen gesunden Lebensstil, doch die Forschung deutet nun auf eine komplexere Rolle hin.

Die Studie, deren Ergebnisse kürzlich veröffentlicht wurden, untersuchte die Auswirkungen verschiedener Verhaltensweisen auf die Gesundheit. Dabei fiel auf, dass Menschen, die sich regelmässig "ausruhen" und nicht jede freie Minute mit Aktivität füllen, in bestimmten Bereichen eine bessere Gesundheit aufweisen. Dies gilt insbesondere für den Stresslevel und die allgemeine psychische Belastbarkeit.

Die Autoren betonen, dass dies nicht bedeutet, Bewegung und einen gesunden Lebensstil generell aufzugeben. Vielmehr geht es darum, ein gesundes Mass zu finden und sich nicht unnötigem Druck auszusetzen, ständig "produktiv" sein zu müssen. Die Fähigkeit, auch mal einfach nur dazusitzen und zu entspannen, kann dem Körper und Geist guttun.

Bisherige Gesundheitsempfehlungen konzentrierten sich stark auf die Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel. Diese Empfehlungen sind nach wie vor wichtig, doch die neue Studie zeigt, dass auch die "andere Seite" – die Neigung zur Bequemlichkeit – eine positive Funktion haben kann. Es gilt also, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen unter Druck setzen zu lassen.

Die Studie wurde von einem Team von Forschern der Universität Zürich durchgeführt und in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht. Weitere Forschung ist notwendig, um die genauen Mechanismen hinter diesem Phänomen besser zu verstehen. Dennoch liefert die Studie wertvolle Impulse für eine differenziertere Betrachtung von Gesundheit und Wohlbefinden.

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